**Gut integriert – Asylantrag abgelehnt: Werden häufig die Falschen abgeschoben?**
In einem erschütternden Fall, der die Debatte über das Asylrecht in Deutschland neu entfacht, steht die palästinensische Familie Aziza vor der drohenden Abschiebung, obwohl sie seit Jahren erfolgreich in die Gesellschaft integriert ist. Abu Aziza, 51 Jahre alt, lebt seit vier Jahren mit seiner Familie in Deutschland und hat in dieser Zeit nicht nur eine Anstellung als Reinigungskraft gefunden, sondern auch aktiv zur Gemeinschaft beigetragen. Doch trotz dieser Integration wurde ihr Asylantrag abgelehnt – ein Schicksal, das viele gut integrierte Migranten teilt.
„Ich möchte weiterarbeiten, aber ich darf nicht, weil mein Asylantrag abgelehnt wurde“, klagt Abu Aziza. Die Ablehnung basiert auf dem Dublin-Verfahren, das besagt, dass Asylanträge in dem Land bearbeitet werden müssen, in dem sie zuerst gestellt wurden – in diesem Fall Rumänien. Dies führt dazu, dass viele, die sich hier einleben und einen Beitrag leisten, zurückgeschickt werden sollen, während andere, die möglicherweise eine Gefahr darstellen, nicht so schnell abgeschoben werden.
Die Situation eskaliert, als die Polizei vor der Tür der Familie steht, um sie abzuholen. Die 15-jährige Jenna und ihre Zwillingsschwester Jude sind verzweifelt und fürchten um ihre Zukunft. „Ich möchte Krankenschwester werden und hier die Schule beenden“, sagt Jenna. Ihre Träume stehen auf der Kippe, während die Politik anscheinend nur auf Zahlen achtet und die menschlichen Schicksale ignoriert.
Die Zahlen sprechen für sich: Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland über 11.800 Personen abgeschoben – ein Anstieg um 25 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Debatte über die Priorität von Abschiebungen wird lauter, während gut integrierte Menschen wie die Familie Aziza und der Vulkaniseur Ali Golami, der seit Jahren in Deutschland lebt und arbeitet, um ihre Existenz kämpfen. „Warum werden solche Menschen abgeschoben?“, fragt sich Steffen Kinzel, ein Arbeitgeber, der dringend Fachkräfte sucht.
Die Zeit drängt. Die Politik muss handeln, um sicherzustellen, dass Integration und Arbeit nicht umsonst sind. Die Zukunft der Aziza-Familie und vieler anderer steht auf der Kippe.